Die Stiftung

Waldemar Bonsels

Rose-Marie Bonsels hat am 25. Todestag ihres Ehemanns Waldemar Bonsels, am 31. Juli 1977, die Waldemar-Bonsels-Stiftung errichtet.

Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München erinnert und verwaltet das literarische Erbe von Waldemar Bonsels. Sein literarischer Nachlass wird im Literaturarchiv der Monacensia verwahrt und ist dort seit 2020 digital öffentlich zugänglich. Der Bildernachlass wird 2021 erstmals vollständig digitalisiert, erfasst und dokumentiert und ebenfalls in der Monacensia verfügbar gemacht.

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Die Stiftung setzt sich für eine kritische wissenschaftliche Aufarbeitung der Arbeits- und Wirkungskontexte ihres Namensgebers ein. So unterstützte die Waldemar-Bonsels-Stiftung u.a. die 2011 im Münchner Literaturhaus ausgerichtete interdisziplinäre Fachtagung „100 Jahre Biene Maja – Waldemar Bonsels’ Literatur und ihre Folgen“ und die daraus hervorgehende Publikation unter der Herausgeberschaft von Sven Hanuschek. Der Tagungsband „Waldemar Bonsels. Karrierestrategien eines Erfolgschriftstellers“ mit Beiträgen über die Positionen, Karrierewege und Wandlungen von Verleger und Autor Waldemar Bonsels ist 2015 erschienen Harrassowitz Verlag. Die Stiftung hat außerdem gefördert die von Bernhard Viel verfasste Biografie „Der Honigsammler. Waldemar Bonsels, Vater der Biene Maja“.

Vorstand und Stiftungsrat

Vorstand und Stiftungsrat

Vorstandsvorsitzender: Ralf Kirberg
ehem. Geschäftsführer der LHI Leasing GmbH
Curatorial Board Member sculpture network

Stellv. Vorstandsvorsitzender: Jörg Wunderer
Diplom-Kaufmann (Univ.), Trainer, Dozent

Stiftungsratsvorsitzender: Peter Kober
ehem. Geschäftsführender Gesellschafter der LHI Leasing GmbH

Stellv. Stiftungsratsvorsitzender: Frank Kirchner
IT-Consultant, Dozent, Lehrtherapeut und Coach bei campus naturalis GmbH

Sitftungsratsmitglieder:
Cornelia Kilgus
Vorstand des Eltern-Kind-Programm e.V. und Projektmanagerin der Stiftung für Pöcking

Isolde Pfister
Dipl.Betriebswirtin, Audit Professional

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Stiftungsrat

Vorsitzender: Peter Kober
Geschäftsführender Gesellschaftter der LHI Leasing GmbH

Stellv. Vorsitzender: Frank Kirchner
IT-Consultant, Dozent, Lehrherapeut und Coach bei campus naturalis GmbH

Mitglieder:
Cornelia Kilgus
Vorstand des Eltern-Kind-Programm e.V. und Projektmanagerin der Stiftung für Pöcking

Isolde Pfister
Dipl.Betriebswirtin, Audit Professional

Verantwortung für die Stiftung Deutsches Bucharchiv

Die Waldemar-Bonsels-Stiftung ist Vorstand und Stiftungsrat einer weiteren Stiftung, der Stiftung Deutsches Bucharchiv. Diese geht auf die Initiative des Rechtsanwalts Prof. Dr. Ludwig Delp zurück, der 1947/48 das Bucharchiv München als Institut für Buchwissenschaften ins Leben rief. 2006 wurden die Bestände der Bibliothek als Dauerleihgabe an die Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen übergeben. Die Katalogdaten sind in das St.Galler Bibliotheksnetz (SGBN) migriert und werden vom St. Galler Zentrum für das Buch (ZeBu) betreut, das die Arbeit des Deutschen Bucharchivs im Bereich Sammeln und Erschließen von Literatur zu buch- und medienwissenschaftlichen Themen fortführt.

Die Gremien der Stiftung Deutsches Bucharchiv sind identisch mit Vorstand und Stiftungsrat der Waldemar-Bonsels-Stiftung.

 

Stiftungszwecke

Die Waldemar-Bonsels-Stiftung ist gemeinnützig tätig. Zweck der Stiftung ist die Förderung von LESEN – WISSEN – KUNST:

  • Erziehung, Volks- und Berufsbildung
  • Wissenschaft und Forschung
  • Kunst und Kultur.
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Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

  • Leseförderung für Kinder und Jugendliche
  • Kulturvermittlung in Bereichen der Kinder- und Jugendliteratur
  • Mitwirkung an Fragen der Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur als auch Kommunikationsmedien
  • buchwissenschaftliche Forschung und Auswertungstätigkeit sowie deren Vermittlung und Anwendung
  • Veröffentlichungen über das Leben und literarisch-dichterische Lebenswerk von Waldemar Bonses
  • Kunst- und Kulturprojekte.
  • Die Stiftung bewahrt das Andenken von Waldemar Bonsels.

Neben eigenen Stiftungsprojekten werden unter bestimmten Voraussetzungen auch Projekte und Aktivitäten Dritter gefördert.

Sie wollen mehr wissen? Lesen Sie hier unseren aktuellen Jahresbericht.

Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 21.12.1977 Nr. V/2- – 2/190 842. Die Waldemar-Bonsels-Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar

Aktuelles

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Förderprojekte

LESEN

WERTvolle Medienarbeit

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Selbstbildung durch Leseförderung und mediale Erziehung Zeitgemäßer Deutschunterricht vermittelt Schülerinnen und Schülern neben anderen Schwerpunkten vielfache Bildungserfahrungen in unterschiedlichen Medien und medialen Präsentationsformen. Zudem werden...

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Bücher als Zukunftsvisionen

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Ein Projekt zur Leseförderung in der Joseph-von-Fraunhofer-Schule, München Bei der konzeptionellen Gestaltung des Projektes galt es zum einen, Leseförderung und Persönlichkeitsbildung bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern der Joseph-von-Fraunhofer-Schule...

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Mein Wörterbuch

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Leseförderungsprojekt an der Grundschule Wiesentfelserstr. in München Die Grundschule an der Wiesentfelserstr. in München bereitet in Kooperation mit den Buchkindern München e.V. und dem Bildungslokal Neuaubing-Westkreiz an der Limesstr. für 2016 das...

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Kalendertöne

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Ein Projekt des Netzwerks Leseförderung München e.V. Das Netzwerk Leseförderung e.V. führte vom Januar bis Juli 2016 ein neues Projekt für Münchner Kinder durch. Die am Projekt beteiligten Mitglieder des Netzwerks - Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig, Stiftung...

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WISSEN

Dissertationsstipendium

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Universität St. Gallen Die Dissertationsprojekte am Center for Book and Publishing Studies des Instituts für Medien- und Kommunikationsmanagement (MCM) der Universität St. Gallen sind in der Regel interdisziplinär ausgerichtet und untersuchen die kulturellen,...

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Das Dorf im Nationalsozialismus

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Pöcking 1930-1950 Wissenschaftliche Untersuchungen, wie der Nationalsozialismus in ländlichen Räumen wirksam wurde, gibt es nur wenige. So beauftragte die Gemeinde Pöcking 2014 Prof. Dr. Marita Krauss und Erich Kasberger, das heutige Dorf Pöcking, also die damals...

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Spezialabteilung der Kantonsbibliothek Vadiana Das St. Galler Zentrum für das Buch (ZeBu) verfolgt als Spezialabteilung der Kantonsbibliothek Vadiana den Auftrag, Fachliteratur zu den Bereichen Buch- und Medienwissenschaft zu sammeln und zu...

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KUNST

sculpture network e.V.

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2019 und 2020 unterstützt Waldemar-Bonsels-Stiftung folgende Vorhaben des Netzwerks sculpture network e.V.:  sculpture network Lab im November 2019  Das sculpture network Lab ist eine 2018 ins Leben gerufene Veranstaltungsreihe, die in...

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Theaterjugendclub Spiellust #3

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Beim Gautinger Theaterjugenclub „SpielLust“ können ab Oktober 2020 Jugendliche im Alter von 12 bis 20 Jahren unter professioneller Leitung von Sebastian Hofmüller, Yvonne Kalles und Tobias Weber den Erlebnisort „Theater“ näher kennenlernen und Eure eigene...

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Musikalisch-szenische Lesung „Die Biene Maja“

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mit Stefan Wilkening und Stefan Blum. Der Schauspieler Stefan Wilkening und der Musiker Stefan Blum setzen kreativ und phantasievoll Stoffe aus international bekannten Kinderbuch-Klassikern in zeitgemäße Unterhaltung für Groß und Klein um. Bearbeitet haben sie bisher...

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SingPause München

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Zweimal in der Woche besucht eine in der amerikanischen Ward-Methode ausgebildete Sängerin eine Grundschulklasse und macht mit allen Schülern eine sogenannte SingPause. Der Unterricht wird für 20 Minuten unterbrochen und die Kinder werden spielerisch musikalisch mit...

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Mehr zu Lesen

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Die Biene Maja

Die Kultfigur Biene Maja

Mit der Biene Maja entwarf Waldemar Bonsels eine Figur, die weit über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde. In insgesamt zwei Bänden – »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) sowie »Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott« (1915) – entdeckt die neugierige und mutige Biene die Schönheit der Natur, besteht in ihrem Mikrokosmos Gefahren und schließt Freundschaften fürs Leben.

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Mit der Biene Maja entwarf Waldemar Bonsels eine Figur, die weit über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde. In insgesamt zwei Bänden – »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) sowie »Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott« (1915) – entdeckt die neugierige und mutige Biene die Schönheit der Natur, besteht in ihrem Mikrokosmos Gefahren und schließt Freundschaften fürs Leben. 

In den Geschichten über Biene Maja verarbeitete Bonsels eigene Kindheitserinnerungen rund um den Bredenbeker Teich in Ahrensburg. Bis heute wurde Bonsels Bestseller in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Zudem wurde die literarische Version Ausgangspunkt für viele mediale Bearbeitungen der Biene Maja-Geschichten.

Bereits in den 1920er Jahren wurde Biene Maja zum ersten Mal verfilmt, später entstanden Hörspiele und Fassungen für Theater-, Musical- und Opernaufführungen. Im Gefolge der Zeichentrickserie aus den 1970er Jahren In insgesamt zwei Bänden – »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) sowie »Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott« (1915) – entdeckt die neugierige und mutige Biene die Schönheit der Natur, besteht in ihrem Mikrokosmos Gefahren und schließt Freundschaften fürs Leben.

Biene Maja – Das Buch

»Wie soll ich denn was lernen für’s Leben, wenn mir keiner was erklärt?«

-BIENE MAJA

Das Buch - Biene Maja

Das Buch, in dem sich Waldemar Bonsels vornahm, die Erlebnisse der kleinen Maja mit den „grossen blanken Augen“ und den „zarten Flügeln“ zu erzählen, erschien 1912 in dem Berliner Verlag Schuster & Loeffler. Der genaue Veröffentlichungstermin ist nicht bekannt.

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Bereits in den 1920er Jahren wurde der Roman zu einem Bestseller, der zudem in gleichem Jahrzehnt auch verfilmt wurde. Unter den zwischen 1915 und 1940 meistgelesenen Büchern in Deutschland steht Bonsels Titel an vierter Stelle. Das Buch wurde bis heute in mehr als 40 Sprachen übersetzt; allein die deutschsprachige Ausgabe wurde über zwei Millionen Mal verkauft. Aufgrund seiner Langlebigkeit, seiner Popularität und seiner literarischen Qualitäten zählt „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ heute zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur.

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Waldemar Bonsels

Waldemar Bonsels

Waldemar Bonsels wird am 21. Februar 1880 als Sohn eines Apothekers in Ahrensburg (Holstein) geboren. Nach dem Abbruch des Gymnasiums beginnt er eine Kaufmannslehre und geht 1903 als Missionskaufmann im Auftrag der Baseler Mission nach Indien.

Schon nach wenigen Monaten bricht er seinen Dienst ab und zieht nach München, wo er gemeinsam mit Freunden den Schwabinger Verlag „E.W. Bonsels & Co.“ gründet. Mit dem dort veröffentlichten Brief Mein Austritt aus der Baseler Missions-Industrie und seine Gründe übt er scharfe Kritik am Missverhältnis zwischen Christlicher Mission und ihren ausbeutenden geschäftlichen Betrieben. Neben eigenen Schriften veröffentlicht der Verlag auch Werke von Autoren wie Lion Feuchtwanger, Paula Rösler oder Heinrich Mann.

Von 1911 bis 1913 lebt Bonsels mit seiner zweiten Frau Elise und den gemeinsamen Söhnen in Oberschleißheim, wo sein bekanntestes Buch, Die Biene Maja und ihre Abenteuer (1912), entsteht.

Im Ersten Weltkrieg ist Bonsels Kriegsberichterstatter in Osteuropa. Danach kauft er die Villa in Ambach am Starnberger See, in der er bis zu seinem Tod lebt. Bonsels heiratet dreimal und ist Vater von fünf Söhnen.

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Ab den frühen 1920er Jahren kann Bonsels als freier Schriftsteller leben. Er verfasst Kriminalromane, Reisereportagen, erotische und philosophische Erzählungen sowie Naturschilderungen – heute ist das meiste davon vergessen, zu Lebzeiten ist Bonsels jedoch ein berühmter Erfolgsautor, dessen Werke hohe Auflagen erzielen.

1933 verbieten die Nationalsozialisten einige seiner Bücher. Die Indizierung wird jedoch 1938 aufgehoben und Bonsels tritt der Reichsschrifttumskammer bei. In verschiedenen Zeitungen veröffentlicht er antisemitische Artikel und dient sich in opportunistischer Haltung dem Regime an. Nach dem Zweiten Weltkrieg inszeniert sich Bonsels als verbotener Autor und kurzzeitiger Exilant.

Waldemar Bonsels stirbt am 31. Juli 1952 in seinem Haus in Ambach. Die Inschrift seines Grabsteins zitiert den letzten Satz seines Buches Himmelsvolk (1915): „Wir alle sind aus Freude geboren und kehren zu ihr zurück.“

Lebenslauf

1880 21. Februar: Geburt als Jakob Ernst Waldemar Bonsels in Ahrensburg

1884 Umzug der Familie nach Berlin zum Studium des Vaters

1890 Umzug der Familie nach Kiel, wo der Vater als Zahnarzt tätig ist

1893 Unfalltod des jüngeren Bruders Adalbert • Umzug der Familie nach Lübeck

1897 Abgang vom Gymnasium • Umzug der Familie nach Bielefeld • kaufmännische Ausbildung bei der Weberei König

1900 Vertreter für Ansichtskarten in Karlsruhe • Freundschaft mit Hans Brandenburg

1903 Oktober: Aufbruch nach Indien im Auftrag der Baseler Mission

1904 Vorzeitige Rückkehr • Gründung des Verlags „E.W. Bonsels&Co.“ in München

1905 Heirat mit Cläre „Teta“ Brandenburg

1906 Geburt des Sohnes Frank Lothar Bonsels

1907 Geburt des Sohnes Bernd Holger Bonsels

1908 Die Ehe mit Teta wird geschieden

1910 Geburt des Sohnes Nils Bonsels mit Elise „Lise“ Ostermeyer

1911 Umzug nach Unterschleißheim zu Bernd Isemann und Familie • Heirat mit Lise

1912 Geburt des Sohnes Hans Bonsels

1915 Sommer bis Herbst: Kriegsberichterstatter in der Ukraine

1918 Sommer in Estland • Kauf der Villa in Ambach • Anmietung der Casa Romita auf Capri

1919 Kennenlernen der Tänzerin Edith von Schrenck in Frankfurt

1920 Geburt des (unehelichen) Sohnes Kajetan „Kay“ von Schrenck

1923 Begegnung mit der Schriftstellerin und Künstlerin Paula Ludwig

1924  
Dreharbeiten mit Wolfram Junghans zum Insektenfilm „Biene Maja“ • Ufa-Filmexpedition nach Brasilien

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1926 Ehe mit Lise wird geschieden

1928 Ägyptenreise mit der befreundeten Anni Pfeiffer

1930 Kennenlernen der Tänzerin Rose-Marie Bachofen (evtl. bereits 1928)

1933 Veröffentlichung des antisemitischen Artikels „Begründungen“ in mehreren Zeitungen • teilweises Verbot seiner Bücher

1934 November: siebenmonatige Reise durch die USA

1937 Sohn Nils stirbt an Meningitis

1938 Indizierung wird aufgehoben

1939 Reise in die Türkei kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

1941 Sohn Kay fällt als Soldat in der Ukraine • Sohn Frank Lothar vermisst in Russland

1945 Publikationsverbot nach Ende des Zweiten Weltkriegs

1949 Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs

1950 Heirat mit Rose-Marie Bachofen in der Schweiz

1952 Waldemar Bonsels stirbt in seinem Haus in Ambach am 31. Juli

Werkliste

1895 Chateau Corbeau für seine Schwester Anni

1904 Mein Austritt aus der Basler Missions-Industrie und seine Gründe • Madame Potiphar. Eine Badereise

1905 Die Erde. Neue Dichtungen von Waldemar Bonsels, Hans Brandenburg, Bernd Isemann und Will Vesper

1906 Ave vita morituri te salutant (Sei gegrüßt, Leben, die Todgeweihten grüßen dich!)

1907 Mare. Die Jugend eines Mädchens • Das Feuer/Die große Passion (mit Bernd Isemann) • Frühling. Ein Schauspiel in vier Aufzügen

1908 Aimée. Die Abenteuer einer Tänzerin. Ein phantastischer Roman in einer Weltreise (mit Hans Hahn) • Kyrie eleison

1909 Blut

1910 Das Feuer. Dichtungen • Don Juans Tod. Ein Epos in vier Gesängen

1911 Die Toten des ewigen Kriegs • Der tiefste Traum

1912 Die Biene Maja und ihre Abenteuer • Märztage. Ein Schauspiel in vier Aufzügen

1913 Das Anjekind

1914 Deutschland. in: Der heilige Krieg. Gedichte aus dem Beginn des Kampfes • Das junge Deutschland und der große Krieg

1915 Kanonier Grimbarts Kriegsberichte • Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott

1916 Die Heimat des Todes. Empfindsame Kriegsberichte • Indienfahrt • Der Pfarrer von Norby. Eine dramatische Dichtung

1917 Menschenwege. Aus den Notizen eines Vagabunden I • Wartalun. Eine Schloßgeschichte (1911 als Die Toten des ewigen Krieges)

1919 Don Juan. Eine epische Dichtung • Norby. Eine dramatische Dichtung

1920 Das Feuer. Dichtungen (geänderte Neuausgabe) • Sommertage in Estland

1921 Eros und die Evangelien. Aus den Notizen eines Vagabunden II

1922 Weihnachtsspiel. Eine Dichtung

1923 Jugendnovellen • Narren und Helden. Aus den Notizen eines Vagabunden III • Tiergeschichten

1924 Vagabunden-Brevier • Scholander

1925 Die Flamme von Arzla • Notizen eines Vagabunden (Gesamtausgabe) • Die schönsten Märchen der Brüder Grimm (Herausgeber und Vorwort) • Die Mundharmonika

1926 Der Wanderer zwischen Staub und Sternen

1927 Mario und die Tiere

MEHR LESEN

1928 Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen (Mitherausgeber und Vorwort)

1930 Mario und Gisela

1931 Brasilianische Tage und Nächte (mit Adolph Freiherr von Dungern) • Tage der Kindheit

1933 Die Nachtwache

1934 Der ewige Weg. Ein Weihnachtsspiel

1935 Der Reiter in der Wüste. Eine Amerikafahrt

1936 Der nicht gespielte Film

1937 Marios Heimkehr

1938 Die Reise um das Herz

1939 Mario. Ein Leben im Walde (Trilogie aller Mario-Bände; gekürzt)

1940 Die klingende Schale. Märchenbilder und Traumgestalten • Begegnungen (Erzählsammlung)

1941 Zwischen Traum und Tat. Dichtungen und Lieder • Knorrherz und Ermelinde. Ein Märchenbuch

1942 Der Hüter der Schwelle. Von Weisheit und Liebe in der Geisteswelt des Novalis(Herausgeber und (antisemitisches) Vorwort)

1943 Dositos. Ein mythischer Bericht aus der Zeitenwende (bereits 1942: Privatdruck von 100 Exemplaren mit antisemitischem Vorwort)

1946 Mortimer. Der Getriebene der dunklen Pflicht

1947 Kaja. Aus den Notizen eines Vagabunden • Runen und Wahrzeichen

1949 Die Herrschaft des Tieres • Dositos (bereinigte Version in frz. Besatzungszone) • Randbemerkungen zu einer Kritik über „Dositos“

1951 Freundschaften, Kämpfe und Jagden • Das vergessene Licht (1942/43 als Dositos)

1953 Efeu. Erzählungen und Begegnungen

1980 Wanderschaft zwischen Staub und Sternen. Gesamtausgabe in 10 Bänden (hrsg. von Rose-Marie Bonsels mit Textkürzungen)

Nachlass Online

Digitalisierung des Nachlasses von Waldemar Bonsels

Seit Anfang 2019 digitalisiert das Kooperationsprojekt von Waldemar- Bonsels-Stiftung und dem Münchner Literaturarchiv Monacensia den Nachlass des Schriftstellers und Verlegers Waldemar Bonsels (1880-1952). In über 100 Kassetten bewahrt die Monacensia den literarischen Nachlass, seit Anfang 2021 auch den visuellen Nachlass aus Fotos, Illustrationen und Postkarten auf. Schritt für Schritt werden bis Ende 2021 rund 75.000 Einzelseiten und knapp 1000 Bildelemente als Digitalisate im Portal monacensia-digital für WissenschaftlerInnen und alle Interessierten online zugänglich gemacht. Das Projekt koordiniert seitens der Stiftung die Kulturwissenschaftlerin Christina Lemmen. Sie kuratiert auch die Reihe „Fundstücke“ , in der sie besondere Objekte und Entdeckungen im Nachlass von Waldemar Bonsels in Text und Bild präsentiert.

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Über uns

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Tel. 089 4194 7229
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Presse

Die Biene Maja geht online. Waldemar-Bonsels-Stiftung und Monacensia machen den Nachlass von Waldemar Bonsels online verfügbar

Pressemitteilung vom 06. März 2020 (PDF)

Magazin der Neuen Bildpost u. Katholischen SonntagsZeitung (30./31. Mai 2020) über den Stummfilm „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“

Waldemar Bonsels und sein Bestseller: Das wohl bekannteste Insekt der Welt. Wie die Biene Maja und ihre Freunde 1925 zu Stummfilm-Stars wurden. Von Thorsten Fels (PDF)

Süddeutsche Zeitung (7. Februar 2020) über die von der Waldemar-Bonsels-Stiftung geförderte Publikation „Ein Dorf im Nationalsozialismus. Pöcking 1930 – 1950“, erschienen im Volk Verlag

Nazis auf dem Dorf. Ein Buch beleuchtet die NS-Zeit in Pöcking am Starnbeger See. Von Karl Forster 

Süddeutsche Zeitung (10. Februar 2020) über das von der Waldemar-Bonsels-Stiftung unterstützte „Literaturcamp“, ein Kooperationsprojekt der Internationalen Jugendbibliothek, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Literaturhauses München

Gerechtigkeit ist mehr als ein Wort. Unter dem Motto „Lesen. Reden. Welt retten?!“ denken Jugendliche bei einem ersten „Literaturcamp“ im Literaturhaus darüber nach, wie sich die Gesellschaft ändern lässt – und welche Rolle Bücher dabei spielen können. Von Anna-Lena Reith

Süddeutsche Zeitung (20. Januar 2020) über das von der Waldemar-Bonsels-Stiftung unterstützte „Literaturcamp“, ein Kooperationsprojekt der Internationalen Jugendbibliothek, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Literaturhauses München 

Lesen und retten. Die Pläne der Internationalen Jugendbibliothek in diesem Jahr. Von Antje Weber