Kriegskindheit und Kriegsjugend, Literatur, Erinnerungskultur

Der Erste Weltkrieg gilt als einer der ersten modernen Propagandakriege. Sämtliche Kommunikationsmedien wurden in Anspruch genommen, um die Bevölkerung in der Heimat für den Krieg einzunehmen. Dies gilt für alle beteiligten Mächte; für Deutschland und Österreich ebenso wie beispielsweise für Frankreich und England. Zu den Zielgruppen zählten auch Kinder und Jugendliche, Jungen ebenso wie Mädchen. Für sie wurde eine Flut von Bilder-, Kinder-, Jungen- und Mädchenbüchern sowie Zeitschriften herausgebracht. In den Schulen wurden die Kinder angehalten, ihre Erlebnisse in Form von Schüleraufsätzen und Schülerbildern festzuhalten und auch Tagebücher zu führen. Der Krieg schuf in allen beteiligten Ländern eine eigene Informations- und Medienkultur, die weitgehend noch unerforscht ist.

Es gehört zur Tradition des Instituts für Jugendbuchforschung, zu markanten Daten und Anlässen mit wissenschaftlichen und kulturellen Aktivitäten an die Öffentlichkeit zu treten. In dieser Tradition plant das Institut als Teil des eigenen wie als Teil des gesamtuniversitären Jubiläums im Jahr 2014, mit wissenschaftlichen und kulturellen Projekten des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs zu gedenken. Die Tagung versteht sich als Fortsetzung des internationalen Projekts “Approaching War: Childhood, culture and the First World War”, in dessen Rahmen bereits Tagungen in Sidney (Dezember 2011), Toronto (Mai 2012) und Newcastle (März 2013) durchgeführt wurden. Erwartet werden Referenten aus Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Polen, Kanada, Österreich und den USA. Konferenzsprachen sind: Deutsch und Englisch.

VERANSTALTUNGSTERMIN

10. bis 12. September 2014

VERANSTALTUNGSORT

Holzhausenschlösschen, Frankfurt am Main

ORT

Frankfurt am Main

VERANSTALTER

Institut für Jugendbuchforschung

VERANSTALTUNGSPARTNER

Institut français d‘histoire en Allemagne 

Frankfurter Bürgerstiftung

FÖRDERER

Waldemar-Bonsels-Stiftung

DOWNLOADS

Tagungsprogramm (PDF)

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