Die Stiftung

Gründung und Gegenwart

Rose-Marie Bonsels (1909 – 1993) hat am 25. Todestag ihres Ehemanns Waldemar Bonsels, am 31. Juli 1977, die Waldemar-Bonsels-Stiftung errichtet.

Die gemeinnützige Stiftung mit Sitz in München hat Förderzwecke in den Bereichen LESEN – WISSEN – KUNST, und sie erinnert und verwaltet das literarische Erbe von Waldemar Bonsels (1880-1952), dem Erfinder der Biene Maja.

In Kooperation mit dem Literaturarchiv der Monacensia hat die Stiftung den literarischen und den Bilder-Nachlass des Schriftstellers digital öffentlich zugänglich gemacht. Mit diesem Projekt ist der Nachlass seit 2022 erstmals vollständig digitalisiert, erfasst und dokumentiert.

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Die Stiftung setzt sich für eine kritische wissenschaftliche Aufarbeitung der Arbeits- und Wirkungskontexte ihres Namensgebers ein. So unterstützte die Waldemar-Bonsels-Stiftung u.a. die 2011 im Münchner Literaturhaus ausgerichtete interdisziplinäre Fachtagung „100 Jahre Biene Maja – Waldemar Bonsels’ Literatur und ihre Folgen“ und den daraus hervorgehenden Tagungsband.  Unter der Herausgeberschaft von Sven Hanuschek erschien 2015 „Waldemar Bonsels. Karrierestrategien eines Erfolgschriftstellers“ mit Beiträgen über die Positionen, Karrierewege und Wandlungen von Verleger und Autor Waldemar Bonsels im Harrassowitz Verlag. Die Stiftung hat außerdem gefördert die von Bernhard Viel verfasste Biografie „Der Honigsammler. Waldemar Bonsels, Vater der Biene Maja“.

Vorstand und Stiftungsrat

Vorstandsvorsitzender: Ralf Kirberg
ehem. Geschäftsführer der LHI Leasing GmbH, Ehrenmitglied sculpture network

Stellv. Vorstandsvorsitzender: Jörg Wunderer
Diplom-Kaufmann (Univ.), Trainer, Dozent

Stiftungsratsvorsitzender: Klaus Treiber
Diplom-Kaufmann (Univ.), Steuerberater, Wirtschaftsprüfer

Stellv. Stiftungsratsvorsitzende:  Cornelia Kilgus
Vorständin Eltern-Kind-Programm e.V. , Projektmanagerin der Stiftung für Pöcking

Stiftungsratsmitglied: Christina Lemmen

Kulturanthropologin

Stiftungszwecke

Die Waldemar-Bonsels-Stiftung ist gemeinnützig tätig. Zweck der Stiftung ist die Förderung von LESEN – WISSEN – KUNST:

  • Erziehung, Volks- und Berufsbildung
  • Wissenschaft und Forschung
  • Kunst und Kultur.

Der Stiftungszweck wird insbesondere durch folgende Maßnahmen verwirklicht:

  • Leseförderung für Kinder und Jugendliche
  • Kulturvermittlung in Bereichen der Kinder- und Jugendliteratur
  • Mitwirkung an Fragen der Bildung und Erziehung, Kunst und Kultur als auch Kommunikationsmedien
  • buchwissenschaftliche Forschung und Auswertungstätigkeit sowie deren Vermittlung und Anwendung
  • Veröffentlichungen über das Leben und literarisch-dichterische Lebenswerk von Waldemar Bonsels
  • Kunst- und Kulturprojekte
  • Die Stiftung bewahrt das Andenken von Waldemar Bonsels.

Neben eigenen Stiftungsprojekten werden unter bestimmten Voraussetzungen auch Projekte und Aktivitäten Dritter gefördert.

Bis 01.03. können Förderanträge gestellt werden für Projekte, die frühestens ab 01.06.  beginnen und bis 01.09. für Projekte, die frühestens ab 01.01. starten.

Anfragen und Anträge richten Sie ausschließlich digital an:

info@waldemar-bonsels-stiftung.de

Sie wollen mehr über unsere Förderaktivitäten wissen? Lesen Sie hier (Downloads) aktuelle Jahresbericht:

Jahresbericht 2019

Jahresbericht 2020

Jahresbericht 2021

 

Genehmigung des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus vom 21.12.1977 Nr. V/2- – 2/190 842. Die Waldemar-Bonsels-Stiftung dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen Zwecken.

Stiftung Deutsches Bucharchiv

Die Waldemar-Bonsels-Stiftung ist Vorstand und Stiftungsrat einer weiteren Stiftung, der Stiftung Deutsches Bucharchiv. Diese geht auf die Initiative des Rechtsanwalts Prof. Dr. Ludwig Delp zurück, der 1947/48 das Bucharchiv München als Institut für Buchwissenschaften ins Leben rief. 2006 wurden die Bestände der Bibliothek als Dauerleihgabe an die Kantonsbibliothek Vadiana St. Gallen übergeben. Die Katalogdaten sind in das St.Galler Bibliotheksnetz (SGBN) migriert und werden vom St. Galler Zentrum für das Buch (ZeBu) betreut, das die Arbeit des Deutschen Bucharchivs im Bereich Sammeln und Erschließen von Literatur zu buch- und medienwissenschaftlichen Themen fortführt.

Die Gremien der Stiftung Deutsches Bucharchiv sind identisch mit Vorstand und Stiftungsrat der Waldemar-Bonsels-Stiftung.

Aktuelles

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Förderprojekte

LESEN

Bücher als Zukunftsvisionen

Bücher als Zukunftsvisionen

Ein Projekt zur Leseförderung in der Joseph-von-Fraunhofer-Schule, München Bei der konzeptionellen Gestaltung des Projektes galt es zum einen, Leseförderung und Persönlichkeitsbildung bei den beteiligten Schülerinnen und Schülern der Joseph-von-Fraunhofer-Schule...

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Mein Wörterbuch

Mein Wörterbuch

Leseförderungsprojekt an der Grundschule Wiesentfelserstr. in München Die Grundschule an der Wiesentfelserstr. in München bereitet in Kooperation mit den Buchkindern München e.V. und dem Bildungslokal Neuaubing-Westkreiz an der Limesstr. für 2016 das...

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Kalendertöne

Kalendertöne

Ein Projekt des Netzwerks Leseförderung München e.V. Das Netzwerk Leseförderung e.V. führte vom Januar bis Juli 2016 ein neues Projekt für Münchner Kinder durch. Die am Projekt beteiligten Mitglieder des Netzwerks - Münchner Stadtbibliothek Am Gasteig, Stiftung...

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Mit Smartphone & Co.

Mit Smartphone & Co.

Mediennutzung von jugendlichen Flüchtlingen Medien gehören selbstverständlich zum Alltag von Jugendlichen – dies gilt auch für Flüchtlinge. Doch welche Medienerfahrung bringen sie aus ihren Heimatländern mit? Und wofür nutzen sie ihre Smartphones in Deutschland? Lesen...

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WISSEN

St. Galler Zentrum für das Buch

St. Galler Zentrum für das Buch

Spezialabteilung der Kantonsbibliothek Vadiana Das St. Galler Zentrum für das Buch (ZeBu) verfolgt als Spezialabteilung der Kantonsbibliothek Vadiana den Auftrag, Fachliteratur zu den Bereichen Buch- und Medienwissenschaft zu sammeln und zu...

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Dissertationsstipendium

Dissertationsstipendium

am Institut für Germanistik der AAU Klagenfurt Seit 2014 unterstützt die Waldemar-Bonsels-Stiftung mit einem auf zwei Jahre angelegten Promotionsstipendium die am Institut für Germanistik der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt entstehenden Dissertationen, die...

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Dissertation Nikolaus Weichselbaumer

Dissertation Nikolaus Weichselbaumer

Der Typograph Hermann Zapf. Eine Werkbiografie Hermann Zapf (1918–2015) gilt als einer der bedeutendsten Schriftgestalter, Kalligraphen und Typographen des 20. Jahrhunderts. Sein Werk überspannt mehr als sieben Jahrzehnte, in denen er Schriftklassiker wie Palatino,...

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KUNST

SingPause Karlsruhe

SingPause Karlsruhe

Die "SingPause" wurde 2006 erstmalig in Deutschland als Projekt des Kulturamts der Landeshauptstadt Düsseldorf und des Städtischen Musikvereins zu Düsseldorf mit großem Erfolg an Düsseldorfer Grundschulen eingeführt. Heute nehmen...

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Mehr zu Lesen

Mehr zu Wissen

Mehr zu Kunst

Die Biene Maja

Die Kultfigur Biene Maja

Mit der Biene Maja entwarf Waldemar Bonsels eine Figur, die weit über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde. In insgesamt zwei Bänden – »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) sowie »Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott« (1915) – entdeckt die neugierige und mutige Biene die Schönheit der Natur, besteht in ihrem Mikrokosmos Gefahren und schließt Freundschaften fürs Leben.

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Mit der Biene Maja entwarf Waldemar Bonsels eine Figur, die weit über die Grenzen Deutschlands bekannt wurde. In insgesamt zwei Bänden – »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) sowie »Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott« (1915) – entdeckt die neugierige und mutige Biene die Schönheit der Natur, besteht in ihrem Mikrokosmos Gefahren und schließt Freundschaften fürs Leben. 

In den Geschichten über Biene Maja verarbeitete Bonsels eigene Kindheitserinnerungen rund um den Bredenbeker Teich in Ahrensburg. Bis heute wurde Bonsels Bestseller in mehr als 40 Sprachen übersetzt. Zudem wurde die literarische Version Ausgangspunkt für viele mediale Bearbeitungen der Biene Maja-Geschichten.

Bereits in den 1920er Jahren wurde Biene Maja zum ersten Mal verfilmt, später entstanden Hörspiele und Fassungen für Theater-, Musical- und Opernaufführungen. Im Gefolge der Zeichentrickserie aus den 1970er Jahren In insgesamt zwei Bänden – »Die Biene Maja und ihre Abenteuer« (1912) sowie »Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott« (1915) – entdeckt die neugierige und mutige Biene die Schönheit der Natur, besteht in ihrem Mikrokosmos Gefahren und schließt Freundschaften fürs Leben.

Biene Maja – Das Buch

»Wie soll ich denn was lernen für’s Leben, wenn mir keiner was erklärt?«

-BIENE MAJA

Das Buch - Biene Maja

Das Buch, in dem sich Waldemar Bonsels vornahm, die Erlebnisse der kleinen Maja mit den „grossen blanken Augen“ und den „zarten Flügeln“ zu erzählen, erschien 1912 in dem Berliner Verlag Schuster & Loeffler. Der genaue Veröffentlichungstermin ist nicht bekannt.

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Bereits in den 1920er Jahren wurde der Roman zu einem Bestseller, der zudem in gleichem Jahrzehnt auch verfilmt wurde. Unter den zwischen 1915 und 1940 meistgelesenen Büchern in Deutschland steht Bonsels Titel an vierter Stelle. Das Buch wurde bis heute in mehr als 40 Sprachen übersetzt; allein die deutschsprachige Ausgabe wurde über zwei Millionen Mal verkauft. Aufgrund seiner Langlebigkeit, seiner Popularität und seiner literarischen Qualitäten zählt „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“ heute zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur.

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Rose-Marie und Waldemar Bonsels

Rose-Marie Bonsels, geb. Bachofen
Am 14. September 1909 wird Rose-Marie Bachofen in Basel geboren. Mit ihrer älteren Schwester Elisabeth und dem jüngeren Bruder Willy wächst sie in liberalen Verhältnissen auf. Die drei Kinder werden gemäß ihrer Talente gefördert.

Rose-Marie besucht die musisch und sprachlich ausgerichtete Töchterschule Basel und erhält zusätzlich Unterricht im Klavierspiel, Rhythmischer Gymnastik und Tanz. In kleinen Rollen und als Statistin tritt sie bereits als Jugendliche am Basler Stadttheater auf.

Ab Herbst 1927 folgt eine vierjährige Ausbildung an der renommierten Mary-Wigman-Schule in Dresden. 1931 schließt sie das Studium mit einem Diplom für Lehrberechtigung in Modernem Tanz ab.

Vermutlich im Sommer 1930 lernt Rose-Marie Bachofen in Ambach am Starnberger See über eine Freundin Waldemar Bonsels kennen. Nach einem Gegenbesuch von Bonsels in Dresden folgen zahlreiche weitere Treffen und gemeinsame Reisen.

1934/35 lebt sie für sechs Monate in den USA und hat u.a. eine kleine Rolle in der Filmkomödie „A Midsummer Night’s Dream“ („Ein Sommernachtstraum“) unter der Regie von Wilhelm Dieterle und Max Reinhardt. Bonsels und Bachofen werden diese Reise nach dem Zweiten Weltkrieg zum Exilaufenthalt stilisieren.

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Nach Engagements am Hessischen Landestheater in Darmstadt, bei der Schweizer Tänzerin Trudi Schoop und den Münchner Kammerspielen geht sie von 1937 bis etwa 1948 mit der Tanzgruppe Senta Maria von München aus auf Tournee. Zu dieser Zeit hat sie ihren ständigen Wohnsitz bereits bei Waldemar Bonsels in Ambach.

Nachdem Bonsels 1949 an Krebs erkrankt, begleitet Rose-Marie Bachofen ihn zu Kuraufenthalten und Erholungsreisen. 1950 heiratet das Paar in Basel nach fast zwanzig gemeinsamen Jahren.

Mit Waldemar Bonsels‘ Tod 1952 wird Rose-Marie Bonsels zur Alleinerbin. In dieser Position trägt sie Sorge für den Erhalt des Nachlasses und unterstützt eine andauernde Beschäftigung mit den Werken ihres Mannes. Dazu zählt auch das von ihm 1912 verfasste Buch „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“. Vor allem mit den daraus resultierenden Lizenzeinnahmen gründet Rose-Marie Bonsels 1977 die Waldemar-Bonsels-Stiftung. Für ihr Engagement erhält sie 1981 das Bundesverdienstkreuz I. Klasse.

Im Alter von 83 Jahren stirbt Rose-Marie Bonsels am 3. Februar 1993 in Ambach. Ihr Grabkreuz auf dem Friedhof in Holzhausen zieren Rosenranken aus Metall.

Waldemar Bonsels

Waldemar Bonsels wird am 21. Februar 1880 als Sohn eines Apothekers in Ahrensburg (Holstein) geboren. Nach dem Abbruch des Gymnasiums beginnt er eine Kaufmannslehre und geht 1903 als Missionskaufmann im Auftrag der Baseler Mission nach Indien.

Schon nach wenigen Monaten bricht er seinen Dienst ab und zieht nach München, wo er gemeinsam mit Freunden den Schwabinger Verlag „E.W. Bonsels & Co.“ gründet. Mit dem dort veröffentlichten Brief Mein Austritt aus der Baseler Missions-Industrie und seine Gründe übt er scharfe Kritik am Missverhältnis zwischen Christlicher Mission und ihren ausbeutenden geschäftlichen Betrieben. Neben eigenen Schriften veröffentlicht der Verlag auch Werke von Autoren wie Lion Feuchtwanger, Paula Rösler oder Heinrich Mann.

Von 1911 bis 1913 lebt Bonsels mit seiner zweiten Frau Elise und den gemeinsamen Söhnen in Oberschleißheim, wo sein bekanntestes Buch, Die Biene Maja und ihre Abenteuer (1912), entsteht.

Im Ersten Weltkrieg ist Bonsels Kriegsberichterstatter in Osteuropa. Danach kauft er die Villa in Ambach am Starnberger See, in der er bis zu seinem Tod lebt. Bonsels heiratet dreimal und ist Vater von fünf Söhnen.

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Ab den frühen 1920er Jahren kann Bonsels als freier Schriftsteller leben. Er verfasst Kriminalromane, Reisereportagen, erotische und philosophische Erzählungen sowie Naturschilderungen – heute ist das meiste davon vergessen, zu Lebzeiten ist Bonsels jedoch ein berühmter Erfolgsautor, dessen Werke hohe Auflagen erzielen.

1933 verbieten die Nationalsozialisten einige seiner Bücher. Die Indizierung wird jedoch 1938 aufgehoben und Bonsels tritt der Reichsschrifttumskammer bei. In verschiedenen Zeitungen veröffentlicht er antisemitische Artikel und dient sich in opportunistischer Haltung dem Regime an. Nach dem Zweiten Weltkrieg inszeniert sich Bonsels als verbotener Autor und kurzzeitiger Exilant.

Waldemar Bonsels stirbt am 31. Juli 1952 in seinem Haus in Ambach. Die Inschrift seines Grabsteins zitiert den letzten Satz seines Buches Himmelsvolk (1915): „Wir alle sind aus Freude geboren und kehren zu ihr zurück.“

Lebenslauf Rose-Marie Bonsels, geb. Bachofen

1909  14. September: Rose-Marie Bachofen wird in Basel geboren

1914–1918 Erster Weltkrieg: mit Mutter und Geschwistern bei den Großeltern

1919–1927  Besuch der Töchterschule Basel • Klavier-, Rhythmische Gymnastik- und Tanzunterricht

ab 1925  Statistin und kleine Rollen am Basler Stadttheater

1927  Sommer: in Davos Mitwirkung am Festspiel der Palucca-Schule

1927–1931  Diplom für Lehrberechtigung (Moderner Tanz) an der Mary-Wigman-Schule in Dresden

1930 [verm.]  Kennenlernen von Waldemar Bonsels in Ambach • es folgen regelmäßige Treffen und gemeinsame Reisen

1931  März / April auf Capri bei Waldemar Bonsels • im Sommer dort Zusammenarbeit mit der Tänzerin Edith von Schrenck • im Herbst Anmietung eines kleinen Tanzateliers in Basel für Tanzunterricht

1932/33  Engagement in Darmstadt am Hessischen Landestheater

1933/34  Schauspielunterricht bei Irene Kasch in Berlin

1934  Ensemblemitglied der Schweizer Tanzgruppe von Trudi Schoop • Tournee u.a. nach Prag, Wien, Amsterdam, Berlin, München

1934  ab Dezember sechsmonatige USA-Reise (teilw. mit Waldemar Bonsels)

1935  Schauspielunterricht in Berlin

1936/37  Engagement am Berner Stadttheater, Schauspiel- und Gesangsunterricht

1937  Leistungsnachweis „Schauspiel“ vor Reichstheaterkammer in München

1937/38  Engagement Münchner Kammerspiele

1937–1948  Festes Mitglied der „Tanzgruppe Senta Maria“ von Senta Maria Schmid

1939  Mai: Türkeireise mit Waldemar Bonsels

1945  Gesangsunterricht in München

1948  Eichstätter Hofgartenspiele • vermutlich letztes Engagement als Tänzerin/Schauspielerin

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1949  Pflege und Begleitung des an Lymphdrüsenkrebs erkrankten Waldemar Bonsels

1950  Hochzeit mit Waldemar Bonsels in Basel

1952  31. Juli: Waldemar Bonsels stirbt, Rose-Marie Bonsels tritt als Alleinerbin die Verwaltung seines Nachlasses an

1956  beginnt bei Leseabenden aus den Werken von Waldemar Bonsels zu lesen

1959  Bekanntschaft mit dem australischen Pianisten Bruce Hungerford

1975/76  Freigabe der Rechte für die japanische Zeichentrick-/Animeserie „Die Biene Maja“

1976–1978  Sprecherin für Aufnahmen für „Die Biene Maja“ und „Himmelsvolk“ (LP / MC)

1977  31. Juli: Gründung der Waldemar-Bonsels-Stiftung am 25. Todestag

1980  Herausgeberin Bonsels-Gesamtausgabe (10 Bände) zum 100. Geburtstag

1983  25. März: Verleihung Bundesverdienstkreuz I. Klasse

1986  Beginn der Herausgabe „Ambacher Schriften“

1993  3. Februar: Rose-Marie Bonsels stirbt in Ambach

Lebenslauf Waldemar Bonsels

1880  21. Februar: Geburt als Jakob Ernst Waldemar Bonsels in Ahrensburg

1884  Umzug der Familie nach Berlin zum Studium des Vaters

1890  Umzug der Familie nach Kiel, wo der Vater als Zahnarzt tätig ist

1893  Unfalltod des jüngeren Bruders Adalbert • Umzug der Familie nach Lübeck

1897  Abgang vom Gymnasium • Umzug der Familie nach Bielefeld • kaufmännische Ausbildung bei der Weberei König

1900  Vertreter für Ansichtskarten in Karlsruhe • Freundschaft mit Hans Brandenburg

1903  Oktober: Aufbruch nach Indien im Auftrag der Baseler Mission

1904  Vorzeitige Rückkehr • Gründung des Verlags „E.W. Bonsels&Co.“ in München

1905  Heirat mit Cläre „Teta“ Brandenburg

1906  Geburt des Sohnes Frank Lothar Bonsels

1907  Geburt des Sohnes Bernd Holger Bonsels

1908  Die Ehe mit Teta wird geschieden

1910  Geburt des Sohnes Nils Bonsels mit Elise „Lise“ Ostermeyer

1911  Umzug nach Unterschleißheim zu Bernd Isemann und Familie • Heirat mit Lise

1912  Geburt des Sohnes Hans Bonsels

1915  Sommer bis Herbst: Kriegsberichterstatter in der Ukraine

1918  Sommer in Estland • Kauf der Villa in Ambach • Anmietung der Casa Romita auf Capri

1919  Kennenlernen der Tänzerin Edith von Schrenck in Frankfurt

1920  Geburt des (unehelichen) Sohnes Kajetan „Kay“ von Schrenck

1923  Begegnung mit der Schriftstellerin und Künstlerin Paula Ludwig

1924 
Dreharbeiten mit Wolfram Junghans zum Insektenfilm „Biene Maja“ • Ufa-Filmexpedition nach Brasilien

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1926  Ehe mit Lise wird geschieden

1928  Ägyptenreise mit der befreundeten Anni Pfeiffer

1930  Kennenlernen der Tänzerin Rose-Marie Bachofen

1933  Veröffentlichung des antisemitischen Artikels „Begründungen“ in mehreren Zeitungen • teilweises Verbot seiner Bücher

1934  November: siebenmonatige Reise durch die USA

1937  Sohn Nils stirbt an Meningitis

1938  Indizierung der Werke wird aufgehoben

1939  Reise in die Türkei kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs

1941  Sohn Kay fällt als Soldat in der Ukraine • Sohn Frank Lothar vermisst in Russland

1945  kurzzeitiges Publikationsverbot nach Ende des Zweiten Weltkriegs

1949  Erkrankung an Lymphdrüsenkrebs

1950  Heirat mit Rose-Marie Bachofen in der Schweiz

1952  31. Juli: Waldemar Bonsels stirbt in seinem Haus in Ambach

Einblicke in den Fotonachlass

Werkliste Waldemar Bonsels

1895 Chateau Corbeau für seine Schwester Anni

1904 Mein Austritt aus der Basler Missions-Industrie und seine Gründe • Madame Potiphar. Eine Badereise

1905 Die Erde. Neue Dichtungen von Waldemar Bonsels, Hans Brandenburg, Bernd Isemann und Will Vesper

1906 Ave vita morituri te salutant (Sei gegrüßt, Leben, die Todgeweihten grüßen dich!)

1907 Mare. Die Jugend eines Mädchens • Das Feuer/Die große Passion (mit Bernd Isemann) • Frühling. Ein Schauspiel in vier Aufzügen

1908 Aimée. Die Abenteuer einer Tänzerin (mit Hans Hahn) • Kyrie eleison • Rote Nacht. Ballade für Detlev Liliencron

1909 Blut

1910 Das Feuer. Dichtungen • Don Juans Tod. Ein Epos in vier Gesängen

1911 Die Toten des ewigen Kriegs • Der tiefste Traum

1912 Die Biene Maja und ihre Abenteuer • Märztage. Ein Schauspiel in vier Aufzügen          

1913 Das Anjekind

1914 Deutschland. in: Der heilige Krieg. Gedichte aus dem Beginn des Kampfes • Das junge Deutschland und der große Krieg

1915 Kanonier Grimbarts Kriegsberichte • Himmelsvolk. Ein Märchen von Blumen, Tieren und Gott

1916 Die Heimat des Todes. Empfindsame Kriegsberichte • Indienfahrt • Der Pfarrer von Norby. Eine dramatische Dichtung

1917 Menschenwege. Aus den Notizen eines Vagabunden I • Wartalun. Eine Schloßgeschichte (1911 als Die Toten des ewigen Krieges)

1919 Don Juan. Eine epische Dichtung • Norby. Eine dramatische Dichtung

1920 Das Feuer. Dichtungen (geänderte Neuausgabe) • Sommertage in Estland

1921 Eros und die Evangelien. Aus den Notizen eines Vagabunden II

1922 Weihnachtsspiel. Eine Dichtung

1923 Jugendnovellen • Narren und Helden. Aus den Notizen eines Vagabunden III • Tiergeschichten

1924 Vagabunden-Brevier • Scholander

1925 Die Flamme von Arzla • Notizen eines Vagabunden (Gesamtausgabe) • Die schönsten Märchen der Brüder Grimm (Herausgeber und Vorwort) • Die Mundharmonika

1926 Der Wanderer zwischen Staub und Sternen

1927 Mario und die Tiere

MEHR LESEN

1928 Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen (Mitherausgeber und Vorwort)

1930 Mario und Gisela

1931 Brasilianische Tage und Nächte (mit Adolph Freiherr von Dungern) • Tage der Kindheit

1933 Die Nachtwache

1934 Der ewige Weg. Ein Weihnachtsspiel

1935 Der Reiter in der Wüste. Eine Amerikafahrt

1936 Der nicht gespielte Film

1937 Marios Heimkehr

1938 Die Reise um das Herz

1939 Mario. Ein Leben im Walde (Trilogie aller Mario-Bände; gekürzt)

1940 Die klingende Schale. Märchenbilder und Traumgestalten • Begegnungen (Erzählsammlung)

1941 Zwischen Traum und Tat. Dichtungen und Lieder • Knorrherz und Ermelinde. Ein Märchenbuch

1942 Der Hüter der Schwelle. Von Weisheit und Liebe in der Geisteswelt des Novalis(Herausgeber und (antisemitisches) Vorwort)

1943 Dositos. Ein mythischer Bericht aus der Zeitenwende (bereits 1942: Privatdruck von 100 Exemplaren mit antisemitischem Vorwort)

1946 Mortimer. Der Getriebene der dunklen Pflicht

1947 Kaja. Aus den Notizen eines Vagabunden • Runen und Wahrzeichen

1949 Die Herrschaft des Tieres • Dositos (bereinigte Version in frz. Besatzungszone) • Randbemerkungen zu einer Kritik über „Dositos“

1951 Freundschaften, Kämpfe und Jagden • Das vergessene Licht (1942/43 als Dositos)

1953 Efeu. Erzählungen und Begegnungen

1980 Wanderschaft zwischen Staub und Sternen. Gesamtausgabe in 10 Bänden (hrsg. von Rose-Marie Bonsels mit Textkürzungen)

Nachlass Online

Digitalisierung

Von 2019 bis 2022 hat die Waldemar-Bonsels-Stiftung in Kooperation mit dem Münchner Literaturarchiv Monacensia den Nachlass des Schriftstellers und Verlegers Waldemar Bonsels (1880-1952) digitalisiert und öffentlich zugänglich gemacht. Der literarische Nachlass umfasst über 100 Archivkassetten und der visuelle Nachlass bis dahin ungezählte Fotos, Illustrationen und Postkarten. Schritt für Schritt wurden über 75.000 Einzelseiten und fast 1000 Bildelemente als Digitalisate im Portal monacensia-digital für alle Interessierten online zugänglich gemacht. Das Projekt koordinierte im Auftrag der Stiftung die Kulturanthropologin Christina Lemmen. Sie kuratiert weiterhin die Reihe „Fundstücke“ , in der besondere Objekte und Entdeckungen aus dem Nachlass online gezeigt und näher beleuchtet werden.

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Über uns

Kontakt

Waldemar-Bonsels-Stiftung
Adlzreiterstraße 7
80337 München

info@waldemar-bonsels-stiftung.de

ANSPRECHPARTNER

REGINA SASSE – Leiterin der Geschäftsstelle

Tel. 089 516 897 90 Mo – Do

regina.sasse@waldemar-bonsels-stiftung.de

MARTINA KIRCHNER – Geschäftsstelle

Tel. 089 516 897 94 Mo – Do
martina.kirchner@waldemar-bonsels-stiftung.de

Presse

Die Biene Maja geht online. Waldemar-Bonsels-Stiftung und Monacensia machen den Nachlass von Waldemar Bonsels online verfügbar

Pressemitteilung vom 06. März 2020 (PDF)

Magazin der Neuen Bildpost u. Katholischen SonntagsZeitung (30./31. Mai 2020) über den Stummfilm „Die Biene Maja und ihre Abenteuer“

Waldemar Bonsels und sein Bestseller: Das wohl bekannteste Insekt der Welt. Wie die Biene Maja und ihre Freunde 1925 zu Stummfilm-Stars wurden. Von Thorsten Fels (PDF)

Süddeutsche Zeitung (7. Februar 2020) über die von der Waldemar-Bonsels-Stiftung geförderte Publikation „Ein Dorf im Nationalsozialismus. Pöcking 1930 – 1950“, erschienen im Volk Verlag

Nazis auf dem Dorf. Ein Buch beleuchtet die NS-Zeit in Pöcking am Starnbeger See. Von Karl Forster 

Süddeutsche Zeitung (10. Februar 2020) über das von der Waldemar-Bonsels-Stiftung unterstützte „Literaturcamp“, ein Kooperationsprojekt der Internationalen Jugendbibliothek, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Literaturhauses München

Gerechtigkeit ist mehr als ein Wort. Unter dem Motto „Lesen. Reden. Welt retten?!“ denken Jugendliche bei einem ersten „Literaturcamp“ im Literaturhaus darüber nach, wie sich die Gesellschaft ändern lässt – und welche Rolle Bücher dabei spielen können. Von Anna-Lena Reith

Süddeutsche Zeitung (20. Januar 2020) über das von der Waldemar-Bonsels-Stiftung unterstützte „Literaturcamp“, ein Kooperationsprojekt der Internationalen Jugendbibliothek, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und des Literaturhauses München 

Lesen und retten. Die Pläne der Internationalen Jugendbibliothek in diesem Jahr. Von Antje Weber